Regina Gschladt
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Regina Gschladt

the rest is silence

Baby Balm – Natürliches Pflegebalsam für Mama und Baby

Gerade in der Schwangerschaft und Stillzeit müssen Mütter besonders aufpassen, welche Pflegeprodukte sie verwenden. Häufig stehen die frisch gebackenen Mamas vor der Frage, was sie auf ihre Haut lassen dürfen, um dem wachsenden Wesen nicht zu schaden.

Abhilfe schafft die Natur, denn es gibt wunderbare Öle und Pflanzen, die sich auch bei Schwangerschaft und nach der Geburt einsetzen lassen. Die Ringelblume (Calendula officinalis) gehört zu den wunderbaren pflegenden Naturrohstoffen. Ihre wundheilenden und entzündungshemmenden Eigenschaften machen sie zu einem idealen Pflegeprodukt in der Naturkosmetik. Auch für Babys und Kleinkinder bietet eine Ringelblumensalbe die richtige Pflege. Insbesondere bei Pickeln, Hautauschlag oder rissiger Haut wirkt eine Creme mit Ringelblumen gut und sorgt für Linderung.

So erstellst du einen Ringelblumen-Ölauszug (Mazerat)

Obwohl es Ringelblumenöl auch zu kaufen gibt, lässt es sich sehr leicht selbst herstellen. Es benötigt zwar einige Zeit, um zu ziehen, ist dann aber eine ideale Salben- und Creme-Grundlage. Alles was du brauchst sind:

  • Getrocknete Ringelblumenblüten
  • ein gutes 100% naturreines Öl – z.B. Mandel-, Sonnenblumen-, Oliven- oder Kokosöl
  • ein Schraub-, Weck- oder Apothekerglas (ca. 200ml)

Als erstes füllst du das Glas ca. 2/3 mit den getrockneten Blüten. Dann gibst du das Öl darüber, bis die Blüten gut damit bedeckt sind. Nun verschließt du das Glas gut und stellst es an zimmerwarmen dunklen Ort. Dort lässt du es ca. 3-4 Wochen stehen, solltest aber zwischendurch immer mal wieder das Glas ein wenig schütteln.

Warum nicht in die Sonne?

Das einzige Mazerat, das nur im Sonnenlicht seine volle Wirkung erzielt ist Johanniskraut. Bei allen anderen Pflanzen sollte das Sonnenlicht besser vermieden werden. Hinzu kommt, dass viele Öle in der Hitze ranzig werden können.

Welches Öl ist das beste?

Ich verwende sehr gerne Mandelöl für Mazerate. Es ist geruchlos, sehr geschmeidig und ist vor allem für Cremes und Salben eine pflegende Grundlage. Sonnenblumenöl ist zwar auch geruchlos, hat aber nicht so viele Pflegeeigenschaften wie andere Öle. Olivenöl hat häufig einen stärkeren Eigengeruch, was man vielleicht nicht so gerne mag. Kokosöl ist in der Hautpflege auch sehr beliebt, ist hitzebeständig und lässt sich vielseitig einsetzen. Bei Temperaturen unter 25°C ist es allerdings fest, wodurch es evtl. schwierig wird, es für die Mazerate einzusetzen. In den Sommertagen lässt es sich aber sehr gut im flüssigen Zustand verwenden, um Ölauszüge herzustellen! Bei Kokosöl solltest du auf jeden Fall auf eine nachhaltige Bezugsquelle setzen und darauf, dass es nativ und kalt gepresst ist. Der leicht nussige Eigengeruch mag den ein oder anderen stören, in Cremes und Salben wird er aber häufig überdeckt durch andere Gerüche und fällt dann nicht mehr auf.

Können auch frische Blüten verwendet werden?

Die Problematik mit frischen Blüten ist, dass sich durch das Wasser und Pflanzensäfte gegebenenfalls Keime im Öl ansammeln können, die dann dazu führen, dass sich Schimmel bildet. Wenn du frische Blüten hast, dann lasse sie kleingeschnitten gut trocknen, um sie für einen kalten Ölauszug zu verwenden.

So stellst du den Baby Balsam her

Du benötigst:

  • 10 g Calendulaöl (Ringelblumen-Ölauszug s.o.)
  • 10 g Mandelöl
  • 5 g Aprikosenkernöl / Jojobaöl
  • 7 g Bienenwachs (oder Alternative)
  • 15 g Sheabutter
  • (optional 1-2 Tropfen 100% naturreines ätherisches Lavendelöl)
  • ein hitzefestes Rührglas (ca. 100ml) und kleines Rührgerät
  • einen Creme-Tiegel (min. 50g)

Sorge zuallererst für einen sauberen Arbeitsplatz! Mit Isopropylalkohol kannst du die Arbeitsfläche, Werkzeuge und den Cremetiegel säubern und desinfizieren.

In das Rührglas wiegst du nun mit einer Feinwaage die flüssigen Öle und das Bienenwachs. Anschließend erhitzt du die Öle entweder im Wasserbad oder direkt auf einer Herdplatte, bis sich das Bienenwachs aufgelöst hat. Sobald sich die Wachspellets aufgelöst haben, nimmst du das Glas vom Herd und lässt nun die Sheabutter darin schmelzen unter ständigem Rühren. Die Masse wird nun mit dem abkühlen immer fester. Rühre einfach so lange weiter bis die Masse handwarm ist. Nun kannst du das ätherische Öl hineintropfen, nochmal kräftig durchrühren und anschließend die Masse in den Cremetiegel abfüllen. Solange der Balsam noch nicht vollständig abgekühlt ist, lass den Tiegel noch offen!

Welche ätherischen Öle eignen sich?

Die 1 maximal 2 Tropfen Lavendelöl sind für Schwangere, Stillende und Babys in Ordnung, solange keine Allergien bestehen. Wenn du dir nicht sicher bist, welche ätherischen Öle evtl. in Frage kommen, solltest du besser mit deiner Ärztin oder Apothekerin sprechen. Im Zweifel ist es besser, das ätherische Öl einfach wegzulassen. Der Duft des Balsams ist auch durch die Ringelblumen leicht blumig und braucht nicht unbedingt etwas anderes.

Kann ich die Öle auch in einem anderen Verhältnis mischen?

Ja – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Je weniger unterschiedliche Öle du verwendest, umso einfacher ist es, dieses Balsam herzustellen. Besonders eignen sich Mandelöl, Jojobaöl, Aprikosenkernöl, Olivenöl und Kokosöl, wobei letzteres wie oben beschrieben die Konsistenz des Balsams beeinflussen kann, da es bei Zimmertemperatur meistens fest ist. Orientiere dich bei der Ölauswahl daran, was für Babys besonders pflegend ist. Mandel- oder Aprikosenkernöl eignet sich am allerbesten.

WICHTIG: Wenn du dir nicht sicher bist, ob du es verträgst oder deine Haut irritiert auf das Balsam reagiert, dann teste es an einer kleinen Stelle aus. Solltest du Auschlag oder Juckreiz bekommen, hast du vielleicht eine Korbblütler-Allergie oder verträgst einen anderen Inhaltsstoff nicht! Verwende die Creme lieber nicht, wenn irgendein Symptom auftritt.

Als Geschenk für eine Schwangere oder junge Mutter ist dieses Balsam ideal!

INCI (Inhaltsstoffe): Butyrospermum Parkii (Shea) Butter, Prunus Amygdalus Dulcis (Sweet Almond) Oil, Helianthus Annuus Oil, Calendula officinalis, Prunus Armeniaca (Apricot) Kernel Oil, Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed Oil, Lavandula Angustifolia Oil

Natürliche Pflege-Creme selber machen

Herkömmliche Kosmetik enthält häufig eine ganze Litanei an unaussprechlichen und nicht gerade harmlosen Inhaltsstoffen. Viele dieser Zutaten sind nachgewiesen gesundheitsschädlich oder beeinflussen den Hormonhaushalt, andere werden kontrovers diskutiert oder stammen aus fragwürdigen Quellen. Und manche sind noch gar nicht genug erforscht, um als unbedenklich zu gelten.

Dabei ist es aber ganz einfach, seine Pflegeprodukte selbst herzustellen. Angefangen von der einfachen Zahncreme bis hin zu einer zauberhaft duftenden Pflege-Creme, kannst du dir ganz individuell deine Kosmetik-Produkte zusammen mixen.

Wichtig bei der Herstellung: Sorge für einen absolut sauberen Arbeitsplatz und desinfiziere das Arbeitsmaterial sowie die Creme-Tiegel mit heißem Wasser bzw. Alkohol.

Für die Herstellung von Cremes oder Body-Butter benötigst du ein Gefäß, zum Beispiel einen Glasbecher, der hitzebeständig ist und den du für das Wasserbad verwenden kannst, d.h. in einen Topf mit Wasser stellen kannst.

Die Zutaten für diese Creme erhältst du zum Beispiel in entsprechenden Online-Shops, in der Apotheke bzw. in einem Reformhaus. Öle wie zum Beispiel Olivenöl, Avocadoöl oder Mandelöl lassen sich auch in einem Bio-Supermarkt kaufen. Achte auf jeden Fall darauf, dass es native Öle sind, die keine Zusatzstoffe enthalten und aus nachhaltigen Quellen stammen.

Bodybutter

20 g Sheabutter

20 g Kakaobutter

20 g Mandelöl (oder alternativ Jojobaöl, Olivenöl, Aprikosenkernöl)

5 g Bienenwachs

15-20 Tropfen ätherisches Öl deiner Wahl (zum Beispiel Rosenöl, Lavendelöl usw.)

Bienenwachs mit den Ölen im Wasserbad erhitzen, bis sich alles aufgelöst hat. Mit einem Glasstab gut verrühren, dass sich eine homogene Masse bildet. Unter Rühren etwas abkühlen lassen und die ätherischen Öle hinzugeben. Die langsam fester werdende Masse in einen Creme-Tiegel füllen. Erst wenn sie vollständig abgekühlt ist, den Deckel verschließen. Du kannst die Bodybutter auch ein wenig mit einem Rührgerät aufschlagen, so dass sie etwas schaumiger wird.

Stelle lieber kleinere Mengen her, denn ohne Konservierungsmittel hält sie nicht so lange, wie du es von gekauften Cremes gewohnt bist. Wenn du feststellst, dass die Creme ranzig riecht oder verfärbt, dann entsorge sie. Wenn du sie jeden Tag verwendest, kannst du sie bei Zimmertemperatur im Badezimmer aufbewahren, ansonsten stell sie lieber in den Kühlschrank.

Zarte Pflegecreme

zusätzlich zu obigen Zutaten:

1 halber Teelöffel Glycerin – sorgt für mehr Feuchtigkeit

ein paar Tropfen Vitamin-E – sorgt für etwas längere Haltbarkeit der Creme und zusätzliche Hautpflege

10 ml Rosenwasser oder anderes Hydrolat

etwa 40 ml Wasser (oder mehr Hydrolat, je nachdem wie sehr es duften soll)

Wachs und Öl wie oben beschrieben im Wasserbad schmelzen. Glycerin im Rosenwasser+Wasser auflösen (in einem zweiten Wasserbad). Die Ölmischung mit einem Mixer aufschlagen, ganz langsam die Wassermischung hinzugeben und das Vitamin E und die ätherischen Öle zum Schluss hinzugeben.

Sollte die Creme zu flüssig werden, kann noch mehr Bienenwachs hinzugefügt werden. Wenn sie zu fest wird, lässt sie sich mit etwas mehr Wasser bzw. Hydrolat verdünnen. Eine gleichmäßige Konsistenz erreicht man allerdings nur, wenn das Verhältnis passt und sehr gut miteinander verrührt wird. Da sich Öl und Wasser in der Regel nicht verbinden lassen, kann auch ein Emulgator (z.B. Emulsan) verwendet werden. Das Wachs sorgt auch dafür, dass sich die Öl-Wasser Mischung gut verbindet.

Die Konsistenz dieser Creme ist eher flüssiger als die obige Bodybutter, in etwa wie eine Body-Lotion. Durch das Aufschlagen wird sie aber schön cremig und luftig. Sie zieht gut ein und hinterlässt ein weiches Hautgefühl.

Wenn du noch mehr zu natürlicher Kosmetik erfahren willst, empfehle ich dir die Bücher Grüne Kosmetik von Gabriela Nedoma oder auch The Glow – Naturkosmetik selber machen von Anita Bechloch (Affiliate Links).

Natürliche Zahncreme einfach selber herstellen

Die meisten herkömmlichen Zahncremes enthalten zum Teil gesundheitsschädliche oder anderweitig reizende Stoffe. Dazu zählen zum Beispiel Aspartam, Triclosan, Mikroplastik (Polypropylen & Polyethylen) oder das umstrittene Fluorid. Auch haben wir bereits als Kinder gelernt, dass man sie nicht schlucken soll. Dabei gibt es in der Natur äußerst wirksame Produkte, die ohne Weiteres dafür sorgen, dass die natürliche Mundflora und die Zähne geschützt und gestärkt werden.

Kokosöl als Basis für natürliche Zahnpasta

Die besonderen Eigenschaften des Kokosöls pflegen deinen Mundraum auf ganz natürliche Weise. Laurinsäure, die antibakteriell  und entzündungshemmend wirkt, ist in Kokosöl hinreichend vorhanden. Für eine schnelle Zahnpflege lässt sich mit dem Finger ein wenig Kokosöl auf Zähne und Zahnfleisch einmassieren und somit das Kariesrisiko verringern. Auch gegen Zahnfleischentzündung wirkt Kokosöl schonend und entzündungshemmend. Auch mit dem sogenannten Öl-ziehen lässt sich der Mundraum sanft reinigen und Entzündungen vorbeugen.

Kokosöl sorgt dafür, dass sich in deinem Mund nur die guten Bakterien vermehren, während es gegen Mikroorganismen vom Typ Streptococcus mutans (Kariesbakterium), Staphylococcus aureus, Candida spp., Helicobacter pylori, Escherichia vulneris und Enterobacter spp. durch die enthaltene Laurinsäure ankämpft.

Kokosöl kannst du inzwischen in jedem gut ausgestatteten Lebensmittelgeschäft beziehen. Der natürliche Zustand des Öls ist eher hart, es wird aber bei sommerlichen Temperaturen durchaus flüssig. Bei normaler Zimmertemperatur von ca. 23°C ist es relativ streichfest.

Kein Natron, Zeolith oder Bentonit

Viele Rezepte, die sich im Internet finden, enthalten Backpulver, Natron, Zeolith oder Bentonit. Diese Stoffe sind für die tägliche Zahnpflege viel zu rau und wirken wie Schmirgelpapier auf den Zahnschmelz, das heißt sie zerstören mehr als dass sie helfen!

Natron (Natriumhydrogencarbonat) gilt als „natürlicher Weißmacher“, wirkt dazu noch antibakteriell gegen Gerüche. Von einer täglichen Zahnpflege mit Natron solltest du allerdings absehen, denn es greift das Zahnschmelz an. Wenn du dennoch gerne Natron verwenden möchtest, dann kannst du höchstens einmal wöchentlich eine Prise zu unserer natürlichen Zahncreme mit auf die Bürste geben.

Mineralerde wie Bentonit oder Zeolith sind zwar dafür bekannt, Gifte, Bakterien und überschüssige Säuren zu binden, sind jedoch ebenfalls aufgrund ihrer sehr groben Struktur ungeeignet zum Zähneputzen. Wenn du auf die Heilwirkung der Mineralerde nicht verzichten möchtest, kannst du sie in einem Glas Wasser gelöst als Mundspülung verwenden.

Natursalz bzw. fein gemahlenes Kristallsalz ist mit seinen enthaltenen Mineralien ein guter Ersatz für diese Zusätze. Achte darauf, dass sich das Salz gut im Kokosöl aufgelöst hat, bevor du es auf die Zahnbürste gibst. Achte beim Kaufen von Natursalz darauf, dass es aus einer guten und nachhaltigen Saline stammt. Meersalz ist leider inzwischen schon in Verruf geraten, da häufig Mikroplastik enthalten ist und genau das wollen wir ja nicht mehr in unserer Zahncreme haben.

Xylit schützt die Zähne

Ein guter Zusatzstoff für unsere natürliche Zahncreme ist der so genannte Birkenzucker (Xylit, Xylitol). Als Zuckeraustauschstoff ist er ideal als Süßungsmittel in Speisen und Getränken, ist sogar durch seinen niedrigen glykämischen Index für Diabetiker geeignet. Xylit sieht aus wie Zucker und lässt sich auch genau so verwenden. Er hat jedoch weniger Kalorien und wird aus Pflanzenfasern hergestellt.

In der Zahnpflege schützt Xylit insbesondere vor Karies und unterstützt die Zähne bei der Mineralisierung, was Plaque reduziert. Als einfache Anwendung lässt es sich ähnlich wie beim Öl-ziehen durch die Zähne ziehen. Dazu wird einfach ein halber Teelöffel Xylit in den Mund genommen, im Speichel aufgelöst und durch die Zähne gezogen. Im Anschluss wird die Lösung einfach ausgepuckt und mindestens eine halbe Stunde lang nichts getrunken und auch nicht mit Wasser ausgespült.

Xylit ist übrigens auch ideal, um sich den Zuckergenuss abzugewöhnen. Insbesondere in der Low-Carb Ernährung wird auf herkömmlichen Zucker komplett verzichtet und Xylit und ähnliche Zuckeraustauschstoffe kommen zum Einsatz. Am Anfang kann es sein, dass durch einen übermäßigen Konsum eine abführende Wirkung eintritt. Erwachsene sollten maximal 150 g pro Tag zu sich nehmen, Kinder maximal 40 g. Der Herstellungsprozess ist realtiv aufwendig, daher ist der gekaufte Birkenzucker auch eher teurer. Durch die Abgewöhnung des Zuckerkonsums benötigt man allerdings langfristig nicht so viel, wodurch sich die Anschaffung durchaus lohnt.

Achtung: Für Hunde ist Xylit giftig!

Ätherische Öle für extra Wirkung

Für die Zahnpflege gibt es einige ätherische Öle, die sich besonders gut eignen. Ihre Haupteigenschaften sind entzündungshemmend, mineralisierend, desinfizierend, stimulierend, geruchshemmend und schmerzlindernd. Da der Mundraum immer auch mit Rachen und Nase verbunden ist, helfen die ätherischen Öle gleichzeitig dabei, Erkältungen vorzubeugen bzw. diese zu heilen. Schmerzen und Entzündungen im Rachen- und Nasenraum werden ebenfalls durch die Öle gelindert. Eine Studie der Universitätsklinik Kiel hat die Wirkungen verschiedener ätherischer Öle im Zusammenhang mit der Zahngesundheit untersucht.

Folgende Öle kommen für unsere natürliche Zahncreme in Frage:

Pfefferminzöl – der Klassiker für frischen Atem. Es reduziert Schwellungen und sorgt für Frische.

Teebaumöl – ist inbesondere keimtötend und desinfizierend. Es wird besonders bei Zahnfleischproblemen eingesetzt und ist ein allbewährtes Heilmittel. Auch gegen Pilze geht es wirksam vor.

Eukalyptusöl * – wirkt antibakteriell (vor allgem gegen Bakterienstämme von Staphylococcus und Streptococcus) und ist besonders zu empfehlen bei Menschen mit Implantaten. Es ist zudem auch wirksam gegen Erkältung bzw. Entzündungen im Nasen- und Rachenraum.

Nelkenöl * – lindert Schmerzen und hilft bei der Vorbeugung von Karies. Es hilft außerdem dabei, die Zähne zu remineralisieren, wirkt desinfizierend und krampflösend. Es wirkt außerdem stimulierend, blutverdünnend und konzentrationsfördernd, was besonders Menschen mit starker geistiger Tätigkeit zugute kommt. Der Hauptwirkstoff ist das Eugenol, das leicht betäubend wirkt.

Myrrhe- und Weihrauchöl * – hilft besonders gegen Zahnfleischprobleme. Darüber hinaus wirkt es antiseptisch, entzündungshemmend, krampf- und schleimlösend.

Zimtöl * – sorgt ebenfalls für frischen Atem. Es wirkt antibakteriell, durchblutend und entzündungshemmend.

Salbeiöl * – ist ebenfalls ein Klassiker in der Mundhygiene. Es wird vor allem für Mundspülungen und zum Gurgeln verwendet. Seine antibakterielle Wirkung und desinfizierenden Eigenschaften machen es außerdem zu einem beliebten Mittel bei Erkältungskrankheiten. Es steigert außerdem Merk- und Lernfähigkeit und die Konzentration. Salbei wird vor allem gegen Zahnfleischbluten angewendet.

Thymianöl – wirkt besonders entzündungshemmend. Es unterstützt bei Erkältungskrankheiten, wirkt schleim- und krampflösend, steigert die Abwehrkräfte. Darüber hinaus hat es eine keimtötende Wirkung, wirkt antibakteriell und antiviral, was es ebenfalls zu einem der beliebtesten Öle macht.

Rosmarinöl * – wirkt antibakteriell, konzentrationsfördernd und hilft gegen Müdigkeit. Epileptiker, Asthmatiker, Kleinkinder und Schwangere sollten von diesem Öl Abstand nehmen.

Zitronenöl – ebenfalls desinfizierend und entzündungshemmend besitzt es außerdem eine reinigende Wirkung. Darüber hinaus hat es eine stimmungsaufhellende Wirkung und schärft das Gedächtnis.

* Achtung: Nicht in der Schwangerschaft verwenden, denn diese Öle können Wehen auslösen oder Wirkungen auf das Nervensystem des Kindes ausüben! Auch Diabetiker sollten aufpassen bei den durchblutenden Ölen!

Natürlich kannst du die ätherischen Öle auch einfach anstelle sie in die Zahncreme einzumischen als Mundspülung verwenden. Auch beim Öl-ziehen kannst du einfach einen Tropfen deines ausgewählten ätherischen Öls mit hinzufügen. Oder du verwendest statt Ölen einfach eine selbstgemachte Tinktur: Frische Kräuter in ein Glas geben, mit 40%-igem Alkohol übergießen, drei Wochen ziehen lassen (immer mal wieder gut durchschütteln), dann abfiltern. Tinkturen erhältst du natürlich auch in der Apotheke.

Natürliche Zahncreme mit Kokosöl

Auf ca. 120 ml Kokosöl gibst du 2-3 Teelöffel Xylit und etwas Natursalz. Du erwärmst das Öl, so dass es flüssig ist und sich der Birkenzucker und das Salz gut auflösen. Dann lässt du die Masse abkühlen und fügst am Ende das ätherische Öl hinzu.

Bei der Menge der verschiedenen ätherischen Öle gibt es Unterschiede. Bei den kräftigen Ölen (die mit * gekennzeichneten) gibst du lieber weniger hinzu (1-2 Tropfen auf 50 ml Basisöl, in unserem Fall Kokosöl). Insgesamt kannst du etwa 10-12 Tropfen dazugeben, je nach Geschmack. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du bei einer Apotheke deines Vertrauens oder Naturheilexperten nachfragen.

Wenn die Zahncreme auch von Kindern verwendet wird, solltest du lieber auf ätherische Öle verzichten, da diese entweder viel zu stark oder gar ungeeignet sind für den Kindermund. Bedenkenlos können Kinder dann die Zahncreme auch verschlucken, denn sowohl Kokosöl als auch Xylit sind für die Verdauung ungefährlich.

Die fertige Zahncreme füllst du in einen Tiegel oder ein Schraubglas. Zum Herausnehmen solltest du dir einen kleinen Spachtel oder Löffel nehmen, denn die Creme im Tiegel sollte nicht mit deiner Zahnbürste in Berührung kommen, um Kontamination zu vermeiden.

Wirksame und natürliche Hausmittel gegen Schädlinge

Es gibt für Hobbygärtner nichts frustrierenderes als Schädlinge, die sich über die mühsam gezogenen Pflanzen hermachen. Oft wird dann zu chemischen Lösungen gegriffen, die nicht nur die Schädlinge töten, sondern gleichzeitig auch die Pflanzen. Dabei gibt es einige recht wirksame und einfache Hausmittel, die schonend mit den Pflanzen umgehen und dennoch die Schädlinge vertreiben oder sogar vorsorgen.

Mittel gegen Mehltau

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Mehltau ist ein Sammelbegriff für einige Pilzarten, die sich auf der Blattoberfläche wie ein Teppich bilden. Dabei wird unterschieden zwischen dem Schönwetterpilz (Echter Mehltau), der sich bei Wärme und Trockenheit als weißer Belag auf Blättern und Blüten niederschlägt, und dem Schlechtwetterpilz (Falscher Mehltau), der bei Feuchtigkeit entsteht und viele Nutzpflanzen wie Kohl, Kopfsalat, Radieschen u.ä. befällt.

Zur Bekämpfung des Echten Mehltaus hilft eine Milch-Lösung. Dafür 1 Teil Milch (Vollmilch oder Frischmilch, keine H-Milch) mit 8 Teilen Wasser mischen und die Pflanzen damit besprühen. Den Vorgang alle paar Tage wiederholen, insbesondere nach Regen. Die in der Milch enthaltenen Mikroorganismen bekämpfen den Pilz und stärken die Pflanze auf natürliche Weise.

Beim Falschen Mehltau ist es etwas schwieriger. Zuerst müssen die befallenen Pflanzenteile abgeschnitten werden. Diesen Abfall aber nicht auf den Kompost geben, sondern am besten in einem Beutel mit Seifenlauge getrennt entsorgen, denn sonst verbreiten sich die Pilzsporen ungehindert weiter. Dann emfpiehlt sich das Besprühen der Pflanze mit Ackerschachtelhalm-Sud. Hierfür werden 150g frische Ackerschachtelhalme (oder 15g gerocknete) mit 1 großen Zwiebel und 1 Knoblauchzehe in 1 Liter kochendes Wasser gegeben. Dazu kommt etwas Öl. Das ganze wird gut umgerührt und ca. 15 Minuten lang geköchelt. Danach den braunen Sud durch ein Sieb abseien und in eine Flasche oder ein Weckglas gefüllt. So abgefüllt hält sich der Sud mehrere Monate. Zum Besprühen wird der Sud dann im Verhältnis 1:5 mit Wasser gesmischt.

Mittel gegen Blattläuse

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By Norbert NagelOwn work, CC BY-SA 3.0, Link

Blattläuse kommen ziemlich häufig vor und ärgern jeden Gärtner ganz besonders. Vor allem Obstbäume wie Äpfel, Birnen oder Quitten werden häufig von den kleinen Plagegeistern heimgesucht. Auch viele Zimmerpflanzen sind vor den Schädlingen nicht sicher. Gegen Blattläuse hilft ebenfalls das Bespritzen der Pflanzen mit der Ackerschachtelhalm Lösung. Außerdem hilft ein Knoblauch-Aufguss. Dazu werden 1-2 Knoblauchzehen in 1 Liter Wasser kurz aufgekocht. Danach ca. 1 Stunde ziehen lassen, die Knoblauchstücke herausfischen und den Sud abkühlen lassen. Danach den Aufguss einfach in eine Sprühflasche füllen und die betroffenen Pflanzen gut damit eingesprüht. Dies lässt sich ohne weiteres einige Male wiederholen, bis die Blattläuse verschwunden sind.

Knoblauch in die Erde

Auch wirksam als vorbeugende Maßnahme: Den Knoblauch klein hacken und rund um die Pflanze in der Erde eingraben. Viele Schädlinge wie Blattläuse und Milben mögen den Geruch nicht, und bleiben demnach der Pflanze fern.
Im Gemüsebeet lässt sich der Knoblauch auch einfach zwischen die anderen Pflanzen einsähen. So lässt sich schon von Anfang an eine wirksame Schutzbarriere gegen die nervigen Krabbler aufbauen.

Mittel gegen Weiße Fliegen

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Die Weiße Fliege ist so winzig, dass man sie häufig erst viel zu spät bemerkt. Noch dazu hält sie sich häufig auf der Blattunterseite auf und fliegt erst sprungartig auf, wenn man sie stört. Diese kleinen Plagegeister haben sich daher meist schon so schnell vermehrt, bevor man sie überhaupt entdeckt. Vor allem Tomaten, Gurken, Kürbisse, Paprika oder Zucchini gehören zu den Lieblingsspeisen der Weißen Fliege. Bemerkbar macht sie sich dadurch, dass die Blätter gelbe Flecken bekommen, weiße Flecken auf der Blattunterseite, Blätter vertrocknen und fallen ab.

Eine Möglichkeit, die erwachsenen Tiere zu fangen, bilden Gelbstecker. Falls Marienkäfer oder Schlupfwespen zur Hand sind, werden diese Nützlinge die Weiße Fliege und deren Larven fressen. Um zu verhindern, dass die Weiße Fliege überhaupt auf die Idee kommt, ihre Eier abzulegen, hilft ebenfalls der Knoblauch-Aufguss. Außerdem ist eine Rapsöl-Emulsion auch ein sehr wirksames Mittel gegen alle möglichen Schädlinge. Dazu werden 70 Prozent Wasser mit 30 Prozent Rapsöl (einfaches Speiseöl aus dem Supermarkt) in eine Sprühflasche gefüllt und kräftig geschüttelt. Da die Emulsion nicht lange hälft empfiehlt es sich, immer nur so viel zu mischen, wie man gerade benötigt. Die Pflanzen werden dann sorgfältig (insbesondere die Blattunterseite, wo die Larven sitzen) mit dieser Mischung bespritzt, damit sich der Film gleichmäßig über Pflanzen und Schädlinge verteilt. So eingehüllt, ersticken die Tiere und ihre Larven. Die Anwendung kann ruhig alle paar Tage wiederholt werden.

Hast du noch mehr praktische Tipps zur Schädlingsbekämpfung? Teile es uns mit in den Kommentaren!

Hefezopf-Osternest und natürlich gefärbte Eier

Ein wunderschön geflochtener Hefezopf zu Ostern gehört eigentlich zur Tradition. In vielen europäischen Ländern gibt es zum Osterfest einen Hefezopf oder -kranz, in den bunte Eier eingebacken sind, oder eben nachträglich hineingelegt werden. Kleine Kränzchen lassen sich auch hervorragend als Mitbringsel herstellen und sehen einfach hübsch aus.

Hier erfährst du, wie du die essbaren Osternester herstellst:

1. Eier färben am Vortag:

Für die natürliche Eierfarbe haben wir einen Sud aus ein paar Zwiebelschalen und 2 Rote Beete hergestellt. Die Rote Beete gut abwaschen, in Scheiben schneiden und mit den Zwiebelschalen in einem Topf mit ausreichend Wasser und einem guten Schuss Essig (helles Essig) so lange kochen, bis eine ordentlich dunkelrote Farbe entstanden ist. Dann einfach die Kochplatte abdrehen und den Sud zugedeckt weiter ziehen lassen.

6 Eier (zimmerwarm, egal ob braun oder weiß) in lauwarmes Wasser geben und aufkochen lassen, einen Schuss Essig mit ins Wasser geben. Ca. 10 Minuten kochen lassen. Die Eier NICHT abschrecken, sondern direkt vom klaren Wasser in den heißen Farb-Sud legen, zudecken und über Nacht durchfärben, damit sie richtig schön dunkelrot werden.

Alternativ geht als Farbe auch:
grün/gelb – Sud aus Petersilie bzw. Spinat
türkis/blau – Sud aus Rotkohl oder Blaubeere
violet – Sud aus Holunderbeerensaft
gelb bis braun – Sud aus Zwiebel

Je nachdem, ob du lieber Pastelltöne oder kräftig dunkle Farben möchtest, kannst du weiße Eier oder braune Eier nehmen und für die Farbintensität kürzer oder länger drin lassen.

2. Für die Osternester-Hefezöpfe:

750 g Weizenmehl
75 g Zucker
1/2 TL Salz
350 ml Milch etwas angewärmt
30 g frische Hefe oder ca. 10 g Trockenhefe (etwas mehr als ein Päckchen)
75 g Butter zimmerwarm
2 EL Speisequark zimmerwarm

2 Backbleche mit Backpapier

1 Eigelb
1 EL Milch

gehackte Pistazien oder Mandelsplitter

Mehl, Zucker und Salz in einer großen Rührschüssel vermengen, in der Mitte eine Mulde machen, die Hefe hineinbröseln, die angewärmte Milch (nicht heiß, eher lauwarm!) hineingießen und etwas mit der Hefe verrühren, dann die Butter in kleinen Stücken dazugeben, den Quark dazu und alles ordentlich gut durchkneten, dass ein zäher Hefeteig entsteht, der beim Hineinpieksen mit dem Finger wieder zurückspringt. Zum besseren Kneten lässt sich der Teig auch gut auf einem Backbrett durchkneten. Er sollte auf jeden Fall homogen sein und gut miteinander verknetet.

Den Teig abgedeckt 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Danach den Teig in 6 gleichgroße Stücke zerteilen und nacheinander jedes der Stücke in eine ca. 30 cm lange Rolle formen. Etwas flachdrücken und mit einem scharfen Messer in drei lange Streifen zerteilen, die am oberen Ende noch zusammen hängen. Die drei Streifen leicht rollen, so dass sie nicht eckig sind. Die zwei äußeren Streifen links und rechts etwas weiter auseinander legen, damit man nun gut flechten kann. Den Streifen rechts über den mittleren Streifen neben den linken legen, den mittleren Streifen etwas nach rechts verschieben, dann den ganz linken Streifen über den danebenliegenden zur Mitte legen. Diesen Vorgang nun so lange wiederholen, bis man ganz unten angekommen ist. Dann die beiden Enden des Zopfes nehmen und einen Kranz formen. Die Enden lassen sich unter und übereinander so anordnen, dass sich ein möglichst gleichmäßiger Kranz ergibt. Der Kranz sollte möglichst an allen Stellen gleich dick sein.

Jeweils drei Kränze auf ein Backblech geben und zugedeckt noch einmal 30 Minuten lang ruhen lassen.

Den Ofen inzwischen auf 200°C vorheizen.

Das Eigelb mit der Milch verquirlen und die Kränze damit einpinseln. Zum Abschluss gehackte Pistazien oder Mandelsplitter als Verzierung drüberstreuen. Dann nacheinander die Osternester jeweils 20 bis 25 Minuten backen.

3. Zum Anrichten:

Die farbigen Eier mit Öl oder Speck einreiben, so dass sie schön glänzen und die Farbe gut zur Geltung kommt. Auf jeden Teller ein Hefezopf-Osternest geben und das Ei in das mittlere Loch hineinlegen.

Fröhliches Osterfest!

Natürliche Deos einfach selber machen

Immer wieder sind die Inhaltsstoffe von herkömmlichen Deos im Kreuzfeuer der Wissenschaft. Manche Stoffe fügen dem Körper langfristig Schaden zu, können krebserregend sein oder die Hormone beeinflussen. Dass es aber auch ganz natürliche Deodorants gibt, wird in diesem kleinen Buch von Gabriela Nedoma detailliert beschrieben.

Mit einfachen Mitteln, die sich im Haushalt oder der näheren Umgebung finden, lassen sich verschiedenste Deos in flüssiger, cremiger oder pulverisierter Form erstellen, die nicht nur gesund sind, sondern dem Körper auch noch heilende Wirkungen geben.

Gerade Menschen, die zu Allergien neigen und häufig Probleme mit zu aggressiven Deo-Stoffen zu kämpfen haben, werden sich an den Rezepten und Informationen in diesem Buch erfreuen. Neben äußerst gut erklärten Einführungstexten zu den unterschiedlichen Stoffen und ihren Wirkungen, was Schweiß ist und was ein Deo bewirkt, finden sich sehr einfache Rezepte inklusive Hinweis zur Haltbarkeit der selbst-gemixten Deos. Wer Alkohol im Deo verträgt, findet einige Zusammensetzungen mit Wodka.

Alles, was man zum Herstellen der Deos braucht, findet man im Haushalt (z. B. Natron, Pottasche) oder in der Natur. Gabriela Nedoma verwendet für alle Rezepte ausschließlich natürliche Rohstoffe und beschreibt in der Einleitung die verschiedenen Wirkungen der Zutaten. Man merkt, wie intensiv die Autorin sich mit natürlichen Kosmetika auseinandergesetzt hat und ihre Expertise wird durch die unterschiedlichen Rezepte nur bestätigt.

„Das große kleine Buch: Natürliche Deos aus Wald und Wiese“ von Gabriela Nedoma bei Amazon bestellen

Merken

Butter einfach selber machen

Butter ist derzeit nicht gerade günstig und die nächsten Angebote sind wohl noch weit entfernt. Da aber derzeit Schlagobers (Schlagsahne) im 1 L Pack im Angebot war, fiel mir ein, dass man Butter ja auch einfach selbst machen kann!

Alles, was du dazu brauchst sind:

200 g Schlagsahne (Rahm)
2 EL Créme fraiche oder Schmand

Butter Variante 1 – Die schnelle Version

Die Zutaten in einen hohen Behälter geben und mit einem Handmixer, Pürierstab oder Zauberstab so lange mixen, bis sich alles zu einem Klumpen geformt hat. Die Buttermilch abgießen (kann man wunderbar für Pfannkuchen, Waffeln oder einfach zum Trinken verwenden). Gleiche Menge Wasser zur Butter geben und weitermixen. Dieses Vorgehen so lange wiederholen, bis das Wasser nach dem Mixen klar bleibt.

Die Butter lässt sich dann gut kneten und formen, zum Beispiel mit einm Buttermodel (wenn man einen hat).

Butter Variante 2 – Die Fitness-Version

Ein gut abdichtendes Schraubglas oder einen verschließbaren Mixbecher mit Einsatz (zum Beispiel den „Shake-it“ von Tupperware) nehmen. Beim Schraubglas darauf achten, dass nur in etwa zwei Drittel des Glases voll sind, damit man gut schütteln kann.

Das Gefäß einfach so lange schütteln, bis sich ein ordentlicher Klumpen gebildet hat. Wenn man gleichzeitig noch ein bisschen durch die Wohnung joggt oder hüpft, ist es ein perfektes Fitnessprogramm!

Ebenso vorgehen wie oben: Buttermilch abgießen, gleiche Menge Wasser wieder dazugeben, weiterschütteln und Vorgang wiederholen, bis das Wasser klar ist. Danach aus dem Glas holen, gut kneten und formen.

Würzige Butter ganz frisch

Butter lässt sich wirklich in allen möglichen Variationen würzen, zum Beispiel mit frisch gehacktem Schnittlauch, Estragon, Knoblauch, Salz, Pfeffer und vieles mehr – je nach Geschmack lässt sich so ganz individuell eine Gourmet-Butter herstellen, auch ein schönes Geschenk für eine Grillparty!

Wie gefährlich sind Nussmehle und Samen wirklich?

Wie ich euch berichtet habe, probiere ich derzeit die LCHF Ernährungsweise aus, bei der viele Zutaten zum Beispiel durch Körner/Samen und Nussmehle ersetzt werden. Leinsamen, Mandelmehl oder anderes kommt in vielen Rezepten vor. Sie sind grundsätzlich lecker und gesund, bergen aber aufgrund ihres hohen Ölgehalts auch ein paar Nachteile.

Nun gibt es zahlreiche Gerüchte, dass beim Backen oder Kochen mit ebendiesen Nüssen und Körnern bestimmte giftige Stoffe wie Transfettsäuren, Acrylamide und ähnliche entstehen, die dem Körper Schaden zuführen. Dabei wird häufig auf Studien verwiesen, die in erster Linie die reinen Öle untersucht haben, nicht jedoch die Backwaren, wie sie im Normalgebrauch vorliegen.

Zuerst einmal ein paar grundlegende Informationen zu den giftigen Stoffen:

Transfettsäuren entstehen vor allem bei sehr hoch erhitzten Fetten, also zum Beispiel beim Frittieren von Pommes, heißem Anbraten und finden sich vor allem in industriell hergestellten Erzeugnissen wie Backmargarine, Pommes, Keksen, Chips und Blätterteig.

Jedoch gibt es auch natürliche Transfette, die keinerlei Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben. Diese natürlichen Transfette zum Beispiel in Milcherzeugnissen wirken sich nicht so schädlich aus wie industriell hergestellte Transfette. Nach Meinung der Experten kann der menschliche Körper mit diesem Anteil an Transfetten leben.

Die Vielfalt der Fettsäuren ist ebenfalls gut und notwendig, um dem Körper Nährstoffe zuzuführen. Die Vitamine A, D, E und K werden von Fetten an ihre im Körper benötigten Stellen geleitet, um dort für den Aufbau von Zellen und Hormonen wirksam zu werden.

Bei der Auswahl von natürlichen Ölen für die LCHF Küche sollte man besonders auf ungehärtete, kalt gepresste und hochwertige Öle setzen:

Mit dem Begriff „originäre Pflanzenöle“ ist ein unverändertes und natürliches Fett, das nicht nur aus hochwertigen Saaten gewonnen wird, sondern auch frisch den Verbraucher erreicht. Ausgeschlossen hierbei ist eine chemische Reinigung mit Lösungsmitteln.

Im Detail nachzulesen ist dies unter anderem zum Beispiel hier: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/transfettsaeuren.html

Acrylamid entsteht insbesondere beim Frittieren, Backen, Braten, Rösten und Grillen von Kartoffel- und Getreideprodukten, durch Stärke, Zucker und Eiweiße. Da stärke- und zuckerhaltige Produkte in der LCHF Ernährung wegfallen oder nur in sehr geringem Maß vorkommen, ist die Wahrscheinlichkeit der Acrylamidbildung sehr gering. Zudem sollte man auch in der „normalen“ Ernährung darauf achten, beim Braten und Backen eine goldbraune statt dunkelbraune oder sogar schwarze Kruste zu erzielen.

Welche Temperaturen nicht überschritten werden sollten, um Acrylamidbildung zu vermeiden, gibt es hier nachzulesen: https://www.ugb.de/ernaehrungsberatung/wie-kann-man-acrylamid-beim-kochen-vermeiden/

Mit Nussmehlen und Leinsamen backen

In der LCHF und low carb Küche gehören Nussmehle, gemahlene Mandeln oder Nüsse, ganze oder geschrotene Leinsamen mit dazu. Die meisten Rezepte für Brötchen oder Brote enthalten viele Eier und meist auch Quark oder griechischen Joghurt, die sowohl für Masse als auch als Bindemittel eingesetzt werden.

Hier das Beispiel für ein leckeres Brot, das ich für mein Experiment verwendet habe:

Mandel-Kerne-Brot

Zutaten:

40g Leinsamen
50g Sonnenblumenkerne
120g ganze Mandeln
250g griechischer Joghurt
6 Eier
2 EL Flohsamenschalen
2 TL Backpulver
1 TL Salz

Das Backrohr auf 180°C vorheizen. Leinsamen, Sonnenblumenkerne und Mandeln in einem leistungsstarken Mixer mahlen, so dass ein grobes Mehl entsteht. Mit den restlichen Zutaten gut verrühren und 10 Minuten quellen lassen.

Eine Kastenform einfetten, den Teig hineingeben und auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen. Danach heraus nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Das Brot ist nach dem Backen äußerst saftig, ich stecke die abgeschnittenen Scheiben gerne noch in den Toaster.

Das Experiment

Mir war das Gerücht, Leinsamen und ähnliches dürfe nur bei 130°C erhitzt werden, suspekt. Schließlich kennt man Brote und Kuchen, bei denen Mandeln, Nüsse, Sonnenblumenkerne, Leinsamen und ähnliches bei ca. 180° bis 200°C mit gebacken wird. Warum sollten also plötzlich giftige Stoffe bei LCHF Rezepten entstehen, die in der normalen Küche gang und gäbe sind?

Bei den Recherchen bin ich also auf den Artikel von Dr. Monika Charrak gestoßen, der gut erklärt, wie es sich mit den Temperaturen in Backwaren tatsächlich verhält. Nachzulesen hier: Wie gesund sind Backwaren aus Mandel- und Nussmehlen?

Diesen Thesen wollte ich natürlich nachgehen und habe selbst den Test mit oben genanntem Mandel-Kern-Brot gemacht:
Im Rezept steht eine Backtemperatur von 180°C und die Backdauer von 45 Minuten. Die Temperatur im Inneren des Brotes lässt sich relativ leicht mit einem Back- oder Bratenthermometer messen. Nach etwa der Hälfte der Backzeit betrug die Temperatur im Inneren des Brotes gerade einmal 64,7°C, am Ende der Backzeit war die Temperatur auf 86,4°C gestiegen. Die Maximaltemperatur von 100°C (wenn Wasser anfängt zu verdunsten), die Dr. Charrak in ihrem Artikel erwähnt, bleibt damit unterschritten. Das Brot hat außen eine goldbraune Kruste, im Inneren ist es immer noch saftig.

Bei Knäckebrot oder Zwieback sieht das ganze etwas anders aus, denn bei beiden ist nicht so viel Feuchtigkeit enthalten. Deshalb brauchen Knäckebrote und Zwieback aus Nussmehlen niedrigere Temperaturen und eine längere Backdauer – sie werden also eher getrocknet als gebacken.

Kritiker gibt es überall

Diese doch sehr deutlichen Fakten halten Kritiker der low-carb Ernährung nicht ab, weiterhin darauf zu bestehen, dass sich giftige Stoffe beim Backen mit Nüssen oder Samen bilden. Zahlreiche Studien zeigen auf, wie hoch der Anteil von schädlichen Stoffen in industriellen Produkten ist, jedoch gibt es zu wenige Quellen, die sich ausschließlich auf das Backen oder Kochen zu Hause beziehen, bei dem andere Grundvoraussetzungen gelten.

Wer also weiterhin der Überzeugung ist, beim Backen mit Nussmehlen oder Mandeln würden zu viele giftige Stoffe entstehen, kann natürlich gerne darauf verzichten. Fakt ist jedoch, dass Ernährungswissenschaftler durchaus den normalen Hausgebrauch von Zutaten ergründen und nachweisliche Beweise liefern können, die eine ungefährliche Handhabung aufzeigen.

LCHF – Low Carb High/Healthy Fat

Vor einiger Zeit habe ich von der LCHF Ernährung gehört und mir schließlich das Kochbuch von Jürgen Vormann und Nico Stanitzok gekauft. Bei vielen anderen Ernährungsformen hätte ich als allererstes auf das verzichten müssen, was ich besonders gerne esse: Käse. Das ist bei LCHF anders, denn das was bei dieser Ernährungsform reduziert wird sind Kohlehydrate. Insbesondere wenn man Fleisch, Milchprodukte und Gemüse gern mag, Butter, Sahne und Öl zum Kochen verwendet und statt Nudeln lieber gegrilltes Gemüse isst, kann man mit LCHF die Ernährung schnell auf Fettverbrennung umstellen.

Statt dem klassischen Weizenmehl gibt es Alternativen wie Flohsamenschalen, Mandelmehl oder Kokosmehl. Statt Kartoffelpürree gibt es einfach Selleriepüree (schmeckt sehr lecker!) und auch fürs Frühstück gibt es leckere Alternativen zum herkümmlichen Brot.

Das Buch von Jürgen Vormann und Nico Stanitzok gibt eine Einführung in die LCHF Ernährung, erklärt die unterschiedlichen Fettsäuren und wie die Energie anstelle durch Kohlehydrate mit Fett geliefert wird. Die anschließende umfangreiche Rezeptsammlung ist sortiert in Frühstück, Mittagessen und Abendessen sowie Snacks zur Ergänzung. Außerdem findet man im Anhang eine Liste Links zu LCHF Ernährung mit weiteren Informationen.

Die Rezepte sind durch und durch schön gestaltet mit ansprechenden Fotos, einfacher Zutatenliste und Tipps, wie man variieren kann. Auch wenn vieles mit Kokosöl und Kokosfett gemacht ist, gibt es auch zahlreiche Rezeptalternativen und mit ein bisschen Recherche im Internet findet man auch die Alternativen, die einem selbst gut schmecken.

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sharegarden wird zu paradiser

In den letzten Jahren sind wir vor allem auf Facebook aktiv gewesen und haben euch mit interessanten Links zu Themen wie Garten, Balkon, selber anpflanzen, nachhaltig leben und technischen Entwicklungen rund um Selbstversorgung und nachhaltig leben versorgt.

Das hat uns gezeigt, dass allein der Garten und teilen von Ernte nicht ausreicht, um nachhaltig zu leben. Wir gehen deshalb einen Schritt weiter und möchten unseren Fokus erweitern zum selbstversorgten Leben (self-sustained living). Unser Ziel ist es, darauf aufmerksam zu machen, was man alles selber herstellen kann, wie man die Natur für sich nutzen kann und weg von der Konsumgesellschaft kommt.

paradiser soll also hilfreiche Informationen bieten, wie man „off the grid“ leben kann, sich selbst mit allem Notwendigen versorgt und glücklicher und gesünder leben kann.

Wir hoffen, dass ihr uns weiter treu bleibt und die Community nutzt, anderen dabei zu helfen sich selbst zu versorgen. Wir freuen uns darauf!