Regina Gschladt
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Regina Gschladt

the rest is silence

Wie gefährlich sind Nussmehle und Samen wirklich?

Wie ich euch berichtet habe, probiere ich derzeit die LCHF Ernährungsweise aus, bei der viele Zutaten zum Beispiel durch Körner/Samen und Nussmehle ersetzt werden. Leinsamen, Mandelmehl oder anderes kommt in vielen Rezepten vor. Sie sind grundsätzlich lecker und gesund, bergen aber aufgrund ihres hohen Ölgehalts auch ein paar Nachteile.

Nun gibt es zahlreiche Gerüchte, dass beim Backen oder Kochen mit ebendiesen Nüssen und Körnern bestimmte giftige Stoffe wie Transfettsäuren, Acrylamide und ähnliche entstehen, die dem Körper Schaden zuführen. Dabei wird häufig auf Studien verwiesen, die in erster Linie die reinen Öle untersucht haben, nicht jedoch die Backwaren, wie sie im Normalgebrauch vorliegen.

Zuerst einmal ein paar grundlegende Informationen zu den giftigen Stoffen:

Transfettsäuren entstehen vor allem bei sehr hoch erhitzten Fetten, also zum Beispiel beim Frittieren von Pommes, heißem Anbraten und finden sich vor allem in industriell hergestellten Erzeugnissen wie Backmargarine, Pommes, Keksen, Chips und Blätterteig.

Jedoch gibt es auch natürliche Transfette, die keinerlei Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben. Diese natürlichen Transfette zum Beispiel in Milcherzeugnissen wirken sich nicht so schädlich aus wie industriell hergestellte Transfette. Nach Meinung der Experten kann der menschliche Körper mit diesem Anteil an Transfetten leben.

Die Vielfalt der Fettsäuren ist ebenfalls gut und notwendig, um dem Körper Nährstoffe zuzuführen. Die Vitamine A, D, E und K werden von Fetten an ihre im Körper benötigten Stellen geleitet, um dort für den Aufbau von Zellen und Hormonen wirksam zu werden.

Bei der Auswahl von natürlichen Ölen für die LCHF Küche sollte man besonders auf ungehärtete, kalt gepresste und hochwertige Öle setzen:

Mit dem Begriff „originäre Pflanzenöle“ ist ein unverändertes und natürliches Fett, das nicht nur aus hochwertigen Saaten gewonnen wird, sondern auch frisch den Verbraucher erreicht. Ausgeschlossen hierbei ist eine chemische Reinigung mit Lösungsmitteln.

Im Detail nachzulesen ist dies unter anderem zum Beispiel hier: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/transfettsaeuren.html

Acrylamid entsteht insbesondere beim Frittieren, Backen, Braten, Rösten und Grillen von Kartoffel- und Getreideprodukten, durch Stärke, Zucker und Eiweiße. Da stärke- und zuckerhaltige Produkte in der LCHF Ernährung wegfallen oder nur in sehr geringem Maß vorkommen, ist die Wahrscheinlichkeit der Acrylamidbildung sehr gering. Zudem sollte man auch in der „normalen“ Ernährung darauf achten, beim Braten und Backen eine goldbraune statt dunkelbraune oder sogar schwarze Kruste zu erzielen.

Welche Temperaturen nicht überschritten werden sollten, um Acrylamidbildung zu vermeiden, gibt es hier nachzulesen: https://www.ugb.de/ernaehrungsberatung/wie-kann-man-acrylamid-beim-kochen-vermeiden/

Mit Nussmehlen und Leinsamen backen

In der LCHF und low carb Küche gehören Nussmehle, gemahlene Mandeln oder Nüsse, ganze oder geschrotene Leinsamen mit dazu. Die meisten Rezepte für Brötchen oder Brote enthalten viele Eier und meist auch Quark oder griechischen Joghurt, die sowohl für Masse als auch als Bindemittel eingesetzt werden.

Hier das Beispiel für ein leckeres Brot, das ich für mein Experiment verwendet habe:

Mandel-Kerne-Brot

Zutaten:

40g Leinsamen
50g Sonnenblumenkerne
120g ganze Mandeln
250g griechischer Joghurt
6 Eier
2 EL Flohsamenschalen
2 TL Backpulver
1 TL Salz

Das Backrohr auf 180°C vorheizen. Leinsamen, Sonnenblumenkerne und Mandeln in einem leistungsstarken Mixer mahlen, so dass ein grobes Mehl entsteht. Mit den restlichen Zutaten gut verrühren und 10 Minuten quellen lassen.

Eine Kastenform einfetten, den Teig hineingeben und auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen. Danach heraus nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Das Brot ist nach dem Backen äußerst saftig, ich stecke die abgeschnittenen Scheiben gerne noch in den Toaster.

Das Experiment

Mir war das Gerücht, Leinsamen und ähnliches dürfe nur bei 130°C erhitzt werden, suspekt. Schließlich kennt man Brote und Kuchen, bei denen Mandeln, Nüsse, Sonnenblumenkerne, Leinsamen und ähnliches bei ca. 180° bis 200°C mit gebacken wird. Warum sollten also plötzlich giftige Stoffe bei LCHF Rezepten entstehen, die in der normalen Küche gang und gäbe sind?

Bei den Recherchen bin ich also auf den Artikel von Dr. Monika Charrak gestoßen, der gut erklärt, wie es sich mit den Temperaturen in Backwaren tatsächlich verhält. Nachzulesen hier: Wie gesund sind Backwaren aus Mandel- und Nussmehlen?

Diesen Thesen wollte ich natürlich nachgehen und habe selbst den Test mit oben genanntem Mandel-Kern-Brot gemacht:
Im Rezept steht eine Backtemperatur von 180°C und die Backdauer von 45 Minuten. Die Temperatur im Inneren des Brotes lässt sich relativ leicht mit einem Back- oder Bratenthermometer messen. Nach etwa der Hälfte der Backzeit betrug die Temperatur im Inneren des Brotes gerade einmal 64,7°C, am Ende der Backzeit war die Temperatur auf 86,4°C gestiegen. Die Maximaltemperatur von 100°C (wenn Wasser anfängt zu verdunsten), die Dr. Charrak in ihrem Artikel erwähnt, bleibt damit unterschritten. Das Brot hat außen eine goldbraune Kruste, im Inneren ist es immer noch saftig.

Bei Knäckebrot oder Zwieback sieht das ganze etwas anders aus, denn bei beiden ist nicht so viel Feuchtigkeit enthalten. Deshalb brauchen Knäckebrote und Zwieback aus Nussmehlen niedrigere Temperaturen und eine längere Backdauer – sie werden also eher getrocknet als gebacken.

Kritiker gibt es überall

Diese doch sehr deutlichen Fakten halten Kritiker der low-carb Ernährung nicht ab, weiterhin darauf zu bestehen, dass sich giftige Stoffe beim Backen mit Nüssen oder Samen bilden. Zahlreiche Studien zeigen auf, wie hoch der Anteil von schädlichen Stoffen in industriellen Produkten ist, jedoch gibt es zu wenige Quellen, die sich ausschließlich auf das Backen oder Kochen zu Hause beziehen, bei dem andere Grundvoraussetzungen gelten.

Wer also weiterhin der Überzeugung ist, beim Backen mit Nussmehlen oder Mandeln würden zu viele giftige Stoffe entstehen, kann natürlich gerne darauf verzichten. Fakt ist jedoch, dass Ernährungswissenschaftler durchaus den normalen Hausgebrauch von Zutaten ergründen und nachweisliche Beweise liefern können, die eine ungefährliche Handhabung aufzeigen.

LCHF – Low Carb High/Healthy Fat

Vor einiger Zeit habe ich von der LCHF Ernährung gehört und mir schließlich das Kochbuch von Jürgen Vormann und Nico Stanitzok gekauft. Bei vielen anderen Ernährungsformen hätte ich als allererstes auf das verzichten müssen, was ich besonders gerne esse: Käse. Das ist bei LCHF anders, denn das was bei dieser Ernährungsform reduziert wird sind Kohlehydrate. Insbesondere wenn man Fleisch, Milchprodukte und Gemüse gern mag, Butter, Sahne und Öl zum Kochen verwendet und statt Nudeln lieber gegrilltes Gemüse isst, kann man mit LCHF die Ernährung schnell auf Fettverbrennung umstellen.

Statt dem klassischen Weizenmehl gibt es Alternativen wie Flohsamenschalen, Mandelmehl oder Kokosmehl. Statt Kartoffelpürree gibt es einfach Selleriepüree (schmeckt sehr lecker!) und auch fürs Frühstück gibt es leckere Alternativen zum herkümmlichen Brot.

Das Buch von Jürgen Vormann und Nico Stanitzok gibt eine Einführung in die LCHF Ernährung, erklärt die unterschiedlichen Fettsäuren und wie die Energie anstelle durch Kohlehydrate mit Fett geliefert wird. Die anschließende umfangreiche Rezeptsammlung ist sortiert in Frühstück, Mittagessen und Abendessen sowie Snacks zur Ergänzung. Außerdem findet man im Anhang eine Liste Links zu LCHF Ernährung mit weiteren Informationen.

Die Rezepte sind durch und durch schön gestaltet mit ansprechenden Fotos, einfacher Zutatenliste und Tipps, wie man variieren kann. Auch wenn vieles mit Kokosöl und Kokosfett gemacht ist, gibt es auch zahlreiche Rezeptalternativen und mit ein bisschen Recherche im Internet findet man auch die Alternativen, die einem selbst gut schmecken.

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sharegarden wird zu paradiser

In den letzten Jahren sind wir vor allem auf Facebook aktiv gewesen und haben euch mit interessanten Links zu Themen wie Garten, Balkon, selber anpflanzen, nachhaltig leben und technischen Entwicklungen rund um Selbstversorgung und nachhaltig leben versorgt.

Das hat uns gezeigt, dass allein der Garten und teilen von Ernte nicht ausreicht, um nachhaltig zu leben. Wir gehen deshalb einen Schritt weiter und möchten unseren Fokus erweitern zum selbstversorgten Leben (self-sustained living). Unser Ziel ist es, darauf aufmerksam zu machen, was man alles selber herstellen kann, wie man die Natur für sich nutzen kann und weg von der Konsumgesellschaft kommt.

paradiser soll also hilfreiche Informationen bieten, wie man „off the grid“ leben kann, sich selbst mit allem Notwendigen versorgt und glücklicher und gesünder leben kann.

Wir hoffen, dass ihr uns weiter treu bleibt und die Community nutzt, anderen dabei zu helfen sich selbst zu versorgen. Wir freuen uns darauf!

Frühlingszwiebeln im Daueranbau

Wir haben es ausprobiert und finden es großartig: Frühlingszwiebeln ganz einfach im Glas ziehen.

Was du dafür brauchst

1 Bund Frühlingszwiebeln, Wasser, ein Glas mit genug Platz

Wie es funktioniert

Frühlingszwiebeln sind lecker, egal ob im Rührei, im Salat oder als Beilage. Die Lauchzwiebelchen, die man im Supermarkt kaufen kann, sind allerdings meist sehr dünn und teilweise schon verwelkt. Es ist allerdings ganz einfach, seine eigenen Frühlingszwiebeln selbst anzubauen. Dazu einfach von den ausgewachsenen Zwiebelstangen ca. einen Zentimeter über der Wurzel abschneiden und diese Wurzelstöcke in ein Glas mit Wasser platzieren. Innerhalb kürzester Zeit bilden sich neue grüne Spitzen, die herauswachsen und zu leckeren Gerichten verarbeitet werden können.

Wir fragen die Expertin – Wie bringt man einen Balkon zum blühen?

Wir freuen uns sehr, dass wir Silvia ein paar Fragen stellen durften, die sie uns bereitwillig zwischen Blumenerde, Balkonkästen und dem Berliner Großstatdtgetummel beantwortet hat. Ihr Service „erblüht“ findet bereits großen Anklang – mit einem festgelegten Budget bepflanzt Silvia deinen Balkon mit genau den richtigen Pflanzen und gibt dir Tipps, wie du auch ohne grünen Daumen deine Pflanzen am Leben erhältst.

Mit deinem Projekt „erblüht“ hilfst du anderen bei der Gestaltung des Balkons. Wie bist du zu dieser Idee gekommen?

Ich hatte schon immer eine Vorliebe für das Eingraben und Umtopfen von Pflanzen und ich liebe es, ihnen beim Wachsen und Gedeihen zuzuschauen. So habe ich bei allen Freunden immer wahnsinnig gute Tipps für die Pflege der Balkonpflanzen hinterlassen, so dass die meisten mich die Arbeit machen ließen. Oft sind wir gemeinsam in ein Gartencenter gefahren und haben Pflanzen ausgesucht. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich es dieses Jahr einfach mal mit meiner Idee der Gartengestaltung für Stadtmenschen probiert habe.

Bei sharegarden dreht sich alles um essbare Pflanzen. Welche Pflanzen empfiehlst du für einen sharegarden-Balkon?

Oh, da fällt mir viel ein! Denn egal wie klein der Balkon auch ist, man kann aus den ungewöhnlichsten Utensilien wie z.B. Tetrapacks oder stabilen Säcken oder Tüten Pflanzgefäße basteln und leckere Dinge anpflanzen. Ich bin ein Fan von vorgezogenen Pflanzen und halte wegen meiner Ungeduld nicht immer viel von Aussäen. Deshalb empfehle ich für den sharegarden-Balkon Cocktailtomaten, die am besten in recht große Töpfe oder Eimer gesetzt werden sollten, lieber nicht in Balkonkästen – Sie brauchen Platz.

In den Balkonkästen könnt ihr Salat in allen Sorten einpflanzen – aber immer darauf achten, dass ihr Abstand zwischen den Pflänzchen lasst – damit ein Salatkopf entstehen kann. Wenn ihr nach oben etwas Platz habt würde ich Buschbohnen an einer Stange emporklettern lassen, ist auch ein prima Sichtschutz und blüht sogar. Dann ist Rote Beete als Wurzelpflanze zu empfehlen und Kräuter dürfen auf dem sharegarden-Balkon natürlich auch nicht fehlen. Basilikum, Dill für den Gurkensalat und Petersilie sind meine Lieblingsgewürze für den Sommer. Ach und Kapuzinerkresse mit den aromatischen & essbaren Blüten nicht zu vergessen – sieht auch noch schön aus auf dem Teller. Ein bisschen Pfefferminze peppt außerdem jedes Getränk auf!

Gibt es auch essbare Pflanzen, die in einem nach Norden ausgerichteten Hinterhof gut gedeihen?

Nicht sehr viele, das gebe ich zu, aber Kresse & Bärlauch kann ich wirklich empfehlen. Kresse ist super einfach anzupflanzen, das funktioniert auch auf der Fensterbank und du kannst damit wunderbaren Geschmack in Salate zaubern. Auch Bärlauch, den du z.B. in rauhen Mengen als Pesto für Nudelgerichte verwenden kannst, gedeiht im Schatten.

Ein besonderer Tipp: Pilze. Es gibt mittlerweile fertige Pilzkulturen, die man zu einem Preis von 10-40 Euro kaufen kann. Sie bestehen aus einem Plastikbeutel mit einem Substratblock aus Sägemehl sowie weiteren Zusatzstoffen und sind kinderleicht anzubauen. Kühl und feucht sollte es sein, damit die Pilze ordentlich wachsen können. Temperaturschwankungen oder Forst vertragen sie nicht so gut. Die ersten Pilzekönnen nach ca. vier Wochen, manchmal auch erst nach drei Monaten geerntet werden. Ob Champions, Shitakipilze oder Limonenseitlinge, fast alle gibt es bereits als Fertigkultur – guten Appetit!

Urbanes Gärtnern ist in aller Munde. Welchen Herausforderungen muss man sich auf einem Großstadt-Balkon in Berlin stellen?

Die große Herausforderung, die ich immer wieder bei meinen Kunden feststelle, ist die Zeit, sich um die Pflanzen zu kümmern. Man kann zwar robuste Pflanzen ausgewählt haben, aber trotzdem sollte man regelmäßig die abgestorbenen Blüten abknipsen und gießen. Auch in diesem Sommer gab es schon schon so heiße Temperaturen, dass die Balkonpflanzen 1-2 Mal pro Tag gegossen werden mussten.

Oft kamen dann auch noch verhehrende Gewitter dazu, die ganz schnell die Blütenpracht abknicken und zu Boden drücken. Da hilft nur die Balkonkästen zu schützen, in dem man sie etwas weiter unter eine eventuelle Überdachung zieht. Auch das wöchentliche Düngen sollte man ernst nehmen, da nur so die Blütenpracht über den gesamten Sommer hinaus gegeben ist. Ein Balkon kann also nur strahlen, wenn man sich etwas Zeit für die Pflege nimmt.

Jetzt ist die Balkonzeit ja fast schon vorbei – was machst du dann?

Die Blühsaison ist in der Tat Ende Oktober vorbei, aber wer seinen Balkon auch im Herbst oder Winter gepflegt und grün haben möchte, kann sich jederzeit melden. Es gibt wunderschöne, unterschiedlich grüne Pflanzen, die wunderbar im Herbst aussehen – oder die lilafarbene Erika, kombiniert mit immergrünen Pflanzen sieht toll aus! Und ein beleuchteter Weihnachtsbalkon ist natürlich auch ein Blickfang.

 

Vielen Dank, Silvia, für diese großartigen Tipps! Das macht es unseren Hobby-Gärtnern gleich viel leichter, ihre eigenen Balkone und Fensterbretter zu bepflanzen!

Wer mehr über Silvia und ihre Balkongestaltung erfahren will, oder direkt mit ihr in Kontakt treten will, sollte ihre Website erblueht.de besuchen und sich inspirieren lassen.

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Selbstgemachte Rhabarber-Aprikosen-Marmelade

Rhabarber eignet sich besonders gut im Zusammenspiel mit anderen Früchten für Marmeladen und Kompott. Wir haben die langen Stangen in eine leckere Marmelade verwandelt, gepaart mit Aprikosen und ein paar Himbeeren.

Hier steht, wie’s geht:

  • 500 g Rhabarber (ca. 2 Stangen) schälen und in Stücke schneiden
  • 500 g Aprikosen entkernen und vierteln
  • Gelierzucker entsprechend der Packungsanweisung dazugeben (wir haben von Dr. Oetker den 3:1 Gelierzucker verwendet, dadurch schmeckt die Marmelade sehr fruchtig!)
  • eine Handvoll Himbeeren dazugeben (macht eine schöne rötliche Farbe)
  • Rum oder Amaretto nach Belieben dazu geben
  • ggf. etwas Wasser dazugeben

Alles in einem großen Topf zum kochen bringen und immer wieder umrühren. Der Rhabarber zerfällt relativ schnell, daher wird es schnell dickflüssig. Sobald die Aprikosen weich gekocht sind, mit dem Pürierstab alles kleinpürieren und noch eine Weile köcheln lassen, bis die Gelierprobe passt (ist bei dem o.g. Gelierzucker eigentlich unnötig).

Währenddessen ca. 4 Marmeladengläser und deren Deckel mit heißem Wasser auswaschen und abtrocknen.

Nach der Gelierprobe die Marmelade in die Gläser geben, Deckel fest zudrehen und für ca. 2-3 Minuten auf den Kopf stellen. Danach die Gläser wieder richtig herum hinstellen und auskühlen lassen (es sollte früher oder später ein Knack-Geräusch zu hören sein, wenn sich die Luft in den Gläsern abkühlt und ein Vakuum entsteht).

Diese Marmelade eignet sich besonders gut zu Rosinenbrötchen oder Scones. Durch ihren leicht säuerlichen Geschmack ist sie besonders lecker zu süßen Backwaren und ergibt eine tolle Komposition von süß-saurer Frucht.

1. Aussaat im Eierkarton – jetzt kann die Sonne kommen!

Wer gerne Eier isst, sollte sich eins merken: den Karton aufbewahren! Die praktischen Mulden eignen sich ideal, um eine Aussaat zu machen. Die ersten Samen, die wir eingepflanzt haben, sprossen schon nach wenigen Tagen und wachsen jeden Tag deutlich sichtbar. Besonders auffällig sprießt eine Samenmischung namens „Asia-Salat“ – wir sind schon sehr gespannt darauf, wie der schmeckt – und das allseits beliebte Rucola.

Auch unsere Roma-Tomaten vom letzten Jahr sind wieder dabei. Sie gedeihen hervorragend und werden bald in einen größeren Tontopf umgepflanzt!

Besonders praktisch sind die Eierkartons auch für Gartenkresse – das Lieblingspflänzchen für die kleinen Gärtner – denn sie wächst innerhalb von wenigen Tagen in rasantem Tempo und lässt sich sofort zur Garnierung von Salaten oder Butterbroten verwenden.

Außerdem sind wir sehr neugierig, wie sich der ausgesähte Thymian macht. Bisher zeigt er schon grüne Sprossen, wir sind also zuversichtlich, dass aus ihm was wird.

Es ist jedenfalls ein wundervoller Moment, wenn die ersten grünen Spitzen aus der Erde schauen und man mit seeliger Vorfreude auf den Moment wartet, an dem man die herrlichen Kräuter endlich pflücken kann! Let it grow!

Unsere Tomaten auf dem Fensterbrett

Normalerweise sagt man ja, Tomaten gehören ins Gewächshaus. Aus gutem Grund: Sie brauchen Wärme, Licht und ein wenig feuchtes Klima. Wir hatten uns allerdings im Frühjahr dazu entschieden, die Samen für Roma-Tomaten bei uns in einem Blumenkasten auf dem Fensterbrett anzusähen.

Das hat auch wunderbar funktioniert! Die Tomatenpflanzen wuchsen ideal auf eine Höhe von ca. 40-45 cm, äußerst grün und buschig, blühten wunderschön mit kleinen weißen Blüten, wurden ideal von umherfliegenden Insekten bestäubt und die ersten Früchte machten sich bemerkbar.

Doch dann wurde es Herbst und der Wind war so stark, dass er ständig an den Pflanzen zerrte und versuchte, sie von unserem 2. Stock Fensterbrett herunter zu wehen. Und schließlich wurde es kalt und wir machten uns Sorgen.

Der einzig vernünftige Schritt war, den Blumenkasten auf das innere Fensterbrett zu stellen, wo es warm war. Außerdem war es notwendig einen Großteil der Blätter ab zu knipsen, damit die Früchte Raum hatten, sich zu entfalten. Und siehe da: Stück für Stück werden die kleinen Tomaten knallrot und reif.

Sie schmecken übrigens auch köstlich!

Probier es selbst einmal aus im nächsten Frühjahr – selbst angepflanzte und geerntete Tomaten schmecken einfach um ein Vielfaches intensiver und besser!

Mit ELIOOO im eigenen Appartment Gemüse anpflanzen

Viele von uns wohnen in großen Städten, in mehr oder weniger kleinen Wohnungen ohne Balkon und ohne ausreichenden Fensterbrettplatz. Dass man trotzdem leckeren Salat, Kräuter oder ähnliches Blattgemüse anpflanzen kann, dafür sorgt ELIOOO.

Das Prinzip ist einfach: Ein sich selbst versorgendes System, zusammengebaut aus IKEA Teilen. Ein bisschen handwerkliches Geschick sollte man eventuell schon haben, um das hydroponische System zu bauen.

Das Buch enthält eine Schritt für Schritt Anleitung, wie man sechs unterschiedliche ELIOOOs bauen kann. Das das ganze auch noch so stylisch ist, eine ganze Wand zu schmücken, finden wir sexy und verlinken daher direkt zur Projektkampagne auf Indiegogo: ELIOOO, Grow Your Food

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